Ziele umsetzbar machen im Jahr 2019

Unser Beitrag in der vergangenen Woche hat sich mit dem Thema Gute Vorsätze – Dranbleiben befasst.

Eine wesentliche Voraussetzung, die Ihnen dieses Dranbleiben ermöglicht, ist das Formulieren Ihrer Ziele.

Es gibt hierfür sogenannte Wohlgeformtheitskriterien.

Wenn Sie diese beachten, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Ziel Realität wird, dramatisch.

Wir möchten Ihnen nachfolgend 2 Modelle an die Hand geben, die Sie im laufenden Jahr unterstützen können. Diese Modelle sind sowohl für berufliche als auch für private Ziele geeignet.

1. Das SMART-Modell

Viele von Ihnen kennen dieses Modell mit Sicherheit. Die Abkürzung „SMART“ steht für

  • Spezifisch
  • Messbar
  • Attraktiv
  • Realistisch
  • Terminiert

Die meisten Punkte finden Sie auch im nachstehenden 6-Punkte-Programm wieder. Dieses ist allerdings noch ergänzt um den Faktor Ökologie, der unseres Erachtens sehr entscheidend ist.

2. Das 6-Punkte-Programm zur Zielerreichung

1. Positive Zielformulierung

Formulieren Sie Ihr Ziel positiv! Oft können wir sehr genau sagen, was wir nicht wollen – sehr viel sinnvoller ist es, genau zu bestimmen, was wir stattdessen wollen, unser Ziel also positiv zu formulieren. Zum Beispiel: Mein Ziel ist es, x, y zu erreichen statt „ich will nicht mehr …“

2. Konkrete Zielbestimmung statt unspezifischer Vergleiche

Wir neigen – gerade bei der Entwicklung von Softskills – dazu, Ziele „schwammig“, d. h. in Form unspezifischer Vergleiche, zu formulieren. Damit sind Sätze gemeint wie z. B.: “In Bezug auf Kundenorientierung will ich besser werden, ich will weiter kommen bezüglich meiner Veränderungsbereitschaft” etc.

Sehr viel hilfreicher ist es, an dieser Stelle genau zu definieren, wo Sie momentan stehen, wie weit Sie kommen wollen und um wie vieles Sie besser werden wollen.

Für diese genaue Zieldefinition bieten Skalen eine exzellente Grundlage. Ein Ziel könnte sein, in einem bestimmten Bereich (z. B. Gelassenheit in Stresssituationen) von jetzt 3 auf 4 zu kommen.

3. Selbst-Erreichbarkeit Ihrer Ziele

Es ist wichtig, dass Ihre Ziele realistisch sind und durch Sie selbst erreicht werden können. Prüfen Sie also kritisch das Realitätspotenzial Ihres Zieles! Das hat entscheidende Auswirkungen auf Ihre Motivation! Motivation ist das Ergebnis ansprechender Ziele. Diese müssen eine gewissen Herausforderungen darstellen. Sind sie zu leicht erreichbar, sind sie für uns nicht wirklich interessant.

Greifen wir zu hoch, merken wir schnell, dass wir das vorgegebene Ziel nicht erreichen und die Motivation rutscht in den Keller.

Gehen Sie also schrittweise vor, denn es sind oft bereits kleine Schritte, die große Veränderungen bewirken.

4. Kontextspezifisch

Bestimmen Sie bei der Zieldefinition und –verwirklichung genau den Rahmen, in dem Sie sich weiterentwickeln wollen.

Hilfreich sind hier W-Fragen: Was genau will ich ab wann genau und bis wann genau in welchen Situationen erreichen?

Beispiel: Ab der 3. KW werde ich 2x pro Woche für 2 Stunden ins Fitness-Center gehen und dort einmal den Yoga-Kurs besuchen und 1x Krafttraining machen. Meine bevorzugten Tage sind Dienstag und Donnerstag. Wenn das nicht möglich ist, habe ich Montag und Mittwoch als Ausweichtage.

Halten Sie konkrete Schritte und Meilensteine für Ihre Zielerreichung fest!

5. Sinnesspezifisch

Unser Gehirn arbeitet in einem großen Maße bildlich-assoziativ. Wir verweisen insofern auf unseren Blogbeitrag vom November 2014. Visualisierungsübungen leisten einen großen Beitrag zur Zielerreichung und werden von Leistungssportlern und Managern häufig eingesetzt.

Ein wirksamer Beitrag zur Zielerreichung ist also die Vorwegnahme der Zielerreichung:

Stellen Sie sich vor, Sie haben Ihr Ziel bereits erreicht und gehen Sie gedanklich in diese Situation.

  • Was sehen Sie? Wo befinden Sie sich?
  • Was denken Sie über sich?
  • Was werden Andere – zu Ihnen – sagen?
  • Was sagen Sie sich selbst? Wie fühlen Sie sich dabei?

6. Ökologisch nach innen und außen

Wollen wir unsere Ziele gut und sicher erreichen, ist es wichtig, auch an die Auswirkungen auf unsere eigene Entwicklung und Menschen in unserem Umfeld zu denken.

Die folgenden Fragen sind deshalb von großer Bedeutung:

Was hat meine Zielerreichung für Auswirkungen

  1. auf mich persönlich?
  2. auf mein Umfeld (privat und beruflich)?

Was ist der Preis, den ich zahlen muss, um mein Ziel zu erreichen? Muss ich etwas aufgeben, z. B. eine gewisse Bequemlichkeit?

Nur wenn es gelingt, die Ziele im Einklang mit unserer Persönlichkeit und den äußeren privaten und beruflichen Umgebungsfaktoren in Einklang zu bringen, werden wir sie authentisch leben können.

Zum Abschluss der Zielarbeit ist es sinnvoll, hier noch einen Schritt weiter zu gehen und zu überlegen, was das Ziel nach der Zielerreichung sein könnte.

Also: Wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben, was wird dann möglich? Was könnte ein gutes nächstes Ziel sein?

Wir wünschen wie immer viel Spaß bei der Verwirklichung Ihrer Ziele 2019!

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